30
Aug
2008

Der Sprachstorch oder: Woher die kleinen Worte kommen

Fragen Sie sich auch manchmal, woher bestimmte Redewendungen kommen?
Bevor Sie sich an ein Germanistik-Institut wenden, beobachten Sie Ihr Baby.
Das ist auch so eine Art Sprachforschungslabor.
Ein Beispiel gefällig?
Immer gern.
Henri greift oft und gern nach Gegenständen in seiner Umgebung, um sie zu befühlen. Bei Gegenständen, die er nicht selbst erreicht, macht er durch Gequengel auf sich aufmerksam, bis wir sie ihm reichen. Ist er dann mit dem Betasten fertig, drückt er die Teile – egal ob Tasse, Zahnbürste, Spielzeugauto, Kochlöffel... – über seinen Bauch zwischen den Beinen hindurch nach unten weg, bis sie aus seinem Gesichtsfeld verschwunden sind, entweder runtergefallen oder weggestrampelt. Das Gleiche passiert, wenn man ihm etwas gibt, was er gar nicht haben wollte oder was ihm nicht gefällt (zum Beispiel eine Flasche mit zu kalter Milch): Schwupp nach unten, durch die Beine, weg das Teil!
Preisfrage: Um welche Redensart handelt es sich hier?
Ganz einfach:
Diese Dinge sind bei Henri einfach völlig UNTEN DURCH!
Alles klar?
Bis demnächst mal wieder im Vaterzeitschrift-Sprachlabor.
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