Der schafft mich im Schlaf!
Man bekommt ja so viel zurück.
Auch so ein Satz.
Aber das Schlimme an solchen Allgemeinplätzen ist doch, wenn sie sich mit Wahrheit füllen – und wir Neuväter plötzlich genau so infantilisiert-romantisch daherschwallern wie die Altvorderen.
Also gut, es stimmt.
Aktuelles Beispiel: Ich könnte vergehen, wenn mein Kleiner sich zum Schlafen auf die Seite dreht (ja, ab und zu schläft er auch).
Das macht er nicht von Beginn an, sondern erst seit ein paar Monaten, und ich finde das ja so was von entzückend.
Früher bedeutete schlafendes Kind: Schlapper, lebloser Beutel mit Zunge zwischen den Lippen. Der kleine Mann wirkte wie komplett ausgeschaltet, vom Stromnetz abgekoppelt, vom Server getrennt.
Aber jetzt ist Henri ein richtiger aktiver Schläfer.
Er rollt sich zum Einschlafen mit Schwung auf die Seite, pupst dabei auch schon mal gerne, legt das untere seiner beiden Ärmchen lässig auf die Matratze und lässt das andere vor der Brust baumeln. Ja, das geht, bei so Kleinen sind die Arme ja nicht so lang, Henri weiß bis heute nicht, wie sein Kopf sich von oben anfühlt. Dafür sind aber auch die Schultern wiederum nicht so breit (sondern nur so breit wie der Kopf dick ist), was den Vorteil hat, dass er den Kopf einfach so seitlich auf die Matratze legen kann, ohne ihn abzuknicken oder ein Kissen zu benötigen.
So liegt der kleine Körper da, ein Bein angezogen, wie im Sprung gefroren, und schnorchelt vor sich hin, wilden Traumabenteuern entgegen... – herrlich.
Da könnte man glatt vergessen, dass er große Teile der Nacht eben nicht schlafend verbringt sondern krakeelend und gewandt parlierend, dabei aufrecht kniend, an den Gittern seines Kinderbettchens rüttelnd wie einst Gerd Schröder an den Toren des Kanzleramts.
Hach, isser nich’ süüüß!
Auch so ein Satz.
Aber das Schlimme an solchen Allgemeinplätzen ist doch, wenn sie sich mit Wahrheit füllen – und wir Neuväter plötzlich genau so infantilisiert-romantisch daherschwallern wie die Altvorderen.
Also gut, es stimmt.
Aktuelles Beispiel: Ich könnte vergehen, wenn mein Kleiner sich zum Schlafen auf die Seite dreht (ja, ab und zu schläft er auch).
Das macht er nicht von Beginn an, sondern erst seit ein paar Monaten, und ich finde das ja so was von entzückend.
Früher bedeutete schlafendes Kind: Schlapper, lebloser Beutel mit Zunge zwischen den Lippen. Der kleine Mann wirkte wie komplett ausgeschaltet, vom Stromnetz abgekoppelt, vom Server getrennt.
Aber jetzt ist Henri ein richtiger aktiver Schläfer.
Er rollt sich zum Einschlafen mit Schwung auf die Seite, pupst dabei auch schon mal gerne, legt das untere seiner beiden Ärmchen lässig auf die Matratze und lässt das andere vor der Brust baumeln. Ja, das geht, bei so Kleinen sind die Arme ja nicht so lang, Henri weiß bis heute nicht, wie sein Kopf sich von oben anfühlt. Dafür sind aber auch die Schultern wiederum nicht so breit (sondern nur so breit wie der Kopf dick ist), was den Vorteil hat, dass er den Kopf einfach so seitlich auf die Matratze legen kann, ohne ihn abzuknicken oder ein Kissen zu benötigen.
So liegt der kleine Körper da, ein Bein angezogen, wie im Sprung gefroren, und schnorchelt vor sich hin, wilden Traumabenteuern entgegen... – herrlich.
Da könnte man glatt vergessen, dass er große Teile der Nacht eben nicht schlafend verbringt sondern krakeelend und gewandt parlierend, dabei aufrecht kniend, an den Gittern seines Kinderbettchens rüttelnd wie einst Gerd Schröder an den Toren des Kanzleramts.
Hach, isser nich’ süüüß!
Jens Clasen - 15. Aug, 14:08
