Let's have a ball!
Es hat sich zwar noch niemand beschwert, aber ich entschuldige mich trotzdem schon einmal: Die Einträge werden immer seltener, das stimmt.
Die fetten Zeiten sind vorbei.
Die Zeiten, da man ruhiger Hand und ungehetztem Blick neben der schnarchenden Wiege am Rechner sitzen konnte und ein paar Apercus zum Besten geben durfte, umformulierend vor sich hingrübeln und mitten in der Zeile verweilen konnte... Hach!
Heute nimmt man dagegen jedes Wort das gerade kommt. Was irgendwie passt, um die Umstände auch nur radebrechend zu beschreiben wird angewandt, damit man rechtzeitig wieder am Start ist, wenn der kleine Runner wieder mal eine offene Schublade gefunden hat.
Neben einem schlafenden Vulkan lässt sich ja auch leichter Postkarten schreiben.
Das Schreiben wird also weniger, aber dafür auch ein bisschen schlechter. ;-)
Daran wird sich auch in den kommenden Wochen nichts ändern, eher im Gegenteil: Es wird schlimmer.
Es ist, wie bereits einmal erwähnt, eine ständige Jagd, die all unsere Konzentration, Präzision und Schnelligkeit erfordert. Jeder muss auf den Punkt fit sein, um in diesem Wettlauf um offene Türen und gefährliche Haushaltsfallen bestehen zu können.
Aber es gibt auch diese ganz großen, grandiosen Momente, wo mein kleiner Sohn mich zum Lachen bringt wie es sonst keiner vermag. Wo ich mich kieksend, schwitzend, geiernd auf dem Boden wälze und gar nicht mehr aufhören kann.
Zum Beispiel gestern.
Da fand Henri tief unten in seiner Spielzeugkiste einen kleinen roten Gummiball, keine Ahnung, wo der plötzlich herkam. Er war in etwa so groß wie ein Tischtennisball, nur viel weicher. Und was soll ich sagen: Wir hatten ja immer Probleme, für Henri einen Schnuller zu finden, also einen, den er nicht nach drei Minuten desinteressiert in die Ecke pfefferte.
Den haben wir jetzt.
Henri stürzte sich hechelnd auf diesen Ball, stopfte ihn sich sogleich ansatzlos in seinen kleinen Mund (was in etwa so ist, als würde sich ein Erwachsener einen ganzen Apfel in den Mund stopfen).
Und dann lachte er.
Grinste mich ballrot und rund freudestrahlend an, prustete, an den Seiten des Balls vorbei, seinen Glückssabber in die Welt und wollte gar nicht mehr von seinem neuen Kumpel lassen.
Ich hätte mich nicht nur wegschmeißen können, ich habe mich weggeschmissen vor Lachen. Herrlich. Hatten wir Spaß. Henri mit dem Ball und ich beim Zusehen.
An alle Mahner und Warner, die jetzt auf den Plan treten, um vor dem Verschlucken und Ersticken zu warnen: Jaja, schon gut. Wir lassen Henri und den Ball nicht allein. Und überhaupt: Versuchen Sie doch erst einmal, den ganzen Apfel herunterzuschlucken, den sie da im Mund haben!
Die fetten Zeiten sind vorbei.
Die Zeiten, da man ruhiger Hand und ungehetztem Blick neben der schnarchenden Wiege am Rechner sitzen konnte und ein paar Apercus zum Besten geben durfte, umformulierend vor sich hingrübeln und mitten in der Zeile verweilen konnte... Hach!
Heute nimmt man dagegen jedes Wort das gerade kommt. Was irgendwie passt, um die Umstände auch nur radebrechend zu beschreiben wird angewandt, damit man rechtzeitig wieder am Start ist, wenn der kleine Runner wieder mal eine offene Schublade gefunden hat.
Neben einem schlafenden Vulkan lässt sich ja auch leichter Postkarten schreiben.
Das Schreiben wird also weniger, aber dafür auch ein bisschen schlechter. ;-)
Daran wird sich auch in den kommenden Wochen nichts ändern, eher im Gegenteil: Es wird schlimmer.
Es ist, wie bereits einmal erwähnt, eine ständige Jagd, die all unsere Konzentration, Präzision und Schnelligkeit erfordert. Jeder muss auf den Punkt fit sein, um in diesem Wettlauf um offene Türen und gefährliche Haushaltsfallen bestehen zu können.
Aber es gibt auch diese ganz großen, grandiosen Momente, wo mein kleiner Sohn mich zum Lachen bringt wie es sonst keiner vermag. Wo ich mich kieksend, schwitzend, geiernd auf dem Boden wälze und gar nicht mehr aufhören kann.
Zum Beispiel gestern.
Da fand Henri tief unten in seiner Spielzeugkiste einen kleinen roten Gummiball, keine Ahnung, wo der plötzlich herkam. Er war in etwa so groß wie ein Tischtennisball, nur viel weicher. Und was soll ich sagen: Wir hatten ja immer Probleme, für Henri einen Schnuller zu finden, also einen, den er nicht nach drei Minuten desinteressiert in die Ecke pfefferte.
Den haben wir jetzt.
Henri stürzte sich hechelnd auf diesen Ball, stopfte ihn sich sogleich ansatzlos in seinen kleinen Mund (was in etwa so ist, als würde sich ein Erwachsener einen ganzen Apfel in den Mund stopfen).
Und dann lachte er.
Grinste mich ballrot und rund freudestrahlend an, prustete, an den Seiten des Balls vorbei, seinen Glückssabber in die Welt und wollte gar nicht mehr von seinem neuen Kumpel lassen.
Ich hätte mich nicht nur wegschmeißen können, ich habe mich weggeschmissen vor Lachen. Herrlich. Hatten wir Spaß. Henri mit dem Ball und ich beim Zusehen.
An alle Mahner und Warner, die jetzt auf den Plan treten, um vor dem Verschlucken und Ersticken zu warnen: Jaja, schon gut. Wir lassen Henri und den Ball nicht allein. Und überhaupt: Versuchen Sie doch erst einmal, den ganzen Apfel herunterzuschlucken, den sie da im Mund haben!
Jens Clasen - 5. Sep, 12:37
