Ein paar Tropfen Hoffnung
Schlechtwettertage sind die schlimmsten.
So genannte Julitage, an denen es nicht hell wird vor Wolken und an denen nichts nach draußen lockt, aber alles drinnen hinaus drängt und treibt. Seitdem wir Henris Kinderwagen von Wanne auf Sportsitz umgestellt haben, ist der Regenschutz noch komplizierter. Die babylove-Regenhaube aus dem Drogeriemarkt ist zwar preiswert und passt farblich hervorragend – ist aber zum selbst Schnüren und eher unpraktisch. Dementsprechend größer ist der Unwillen, sich diesem Hamburger Sommergrauen auszusetzen. Mit dem Kleinen im Baby-Carrier und Schirm klappt es so gerade, aber das geht auf die Dauer auch ins Kreuz.
Also drehen wir hier auf dem Spielteppich unsere Runden, Henri genießt den Papa, der sich wechselweise zum Clown, Kitzelmonster oder Affen macht, und der Papa weicht im Kopf all diesen gedanklichen Tiefschlägen aus, die nur bei schlechtem Wetter auftauchen:
- Was machst du hier eigentlich?
- Was bringt ist dieser Windelwechsel-Daddel-Fütter-Fließbandjob eigentlich?
- Wo liegt der Sinn des Ganzen?
- Wie schön war es eigentlich im BÜRO?!
Elternzeit-Blues, oh yeah.
Was hilft: Sich lieber Henris Gedanken machen.
Wie seltsam diese Großen doch sind.
Regen sich über Regen auf, tsts.
Man schaue sie sich an.
Die bauen sich alle eigens eine Regenzelle in ihr Bad, um dort jeden Morgen reinzusteigen und sich nassregnen zu lassen – und das auch noch OHNE REGENJACKE!
Sogar VÖLLIG NACKT!
Dabei SINGEN sie.
Und wenn dann endlich draußen überall Regen ist, nicht nur in einer kleinen Kammer (und dieser Regen, wie sie alle scherzen, im Sommer auch noch WÄRMER ist als sonst), dann finden sie das plötzlich total doof.
Dabei ist das doch super, wenn man dieses runde Stoffklappding aufschnalzen lässt und dann ein Dach zum Rumtragen hat, auf das der Regen so herrlich plipp-ploppend tröpfelt, und man ist draußen im Nassen und trotzdem trocken.
Wobei: Was spricht gegen nass werden?
Ich würde nur zu gerne jeden Morgen mit Papa in die Regenkammer steigen. Vielleicht nimmt er mich ja mal mit?
Genau, das mache ich.
Ab jetzt gehe ich mit Henri bei Regen raus.
Aber jetzt erstmal mit ihm in die Dusche.
Ohne Schirm.
So genannte Julitage, an denen es nicht hell wird vor Wolken und an denen nichts nach draußen lockt, aber alles drinnen hinaus drängt und treibt. Seitdem wir Henris Kinderwagen von Wanne auf Sportsitz umgestellt haben, ist der Regenschutz noch komplizierter. Die babylove-Regenhaube aus dem Drogeriemarkt ist zwar preiswert und passt farblich hervorragend – ist aber zum selbst Schnüren und eher unpraktisch. Dementsprechend größer ist der Unwillen, sich diesem Hamburger Sommergrauen auszusetzen. Mit dem Kleinen im Baby-Carrier und Schirm klappt es so gerade, aber das geht auf die Dauer auch ins Kreuz.
Also drehen wir hier auf dem Spielteppich unsere Runden, Henri genießt den Papa, der sich wechselweise zum Clown, Kitzelmonster oder Affen macht, und der Papa weicht im Kopf all diesen gedanklichen Tiefschlägen aus, die nur bei schlechtem Wetter auftauchen:
- Was machst du hier eigentlich?
- Was bringt ist dieser Windelwechsel-Daddel-Fütter-Fließbandjob eigentlich?
- Wo liegt der Sinn des Ganzen?
- Wie schön war es eigentlich im BÜRO?!
Elternzeit-Blues, oh yeah.
Was hilft: Sich lieber Henris Gedanken machen.
Wie seltsam diese Großen doch sind.
Regen sich über Regen auf, tsts.
Man schaue sie sich an.
Die bauen sich alle eigens eine Regenzelle in ihr Bad, um dort jeden Morgen reinzusteigen und sich nassregnen zu lassen – und das auch noch OHNE REGENJACKE!
Sogar VÖLLIG NACKT!
Dabei SINGEN sie.
Und wenn dann endlich draußen überall Regen ist, nicht nur in einer kleinen Kammer (und dieser Regen, wie sie alle scherzen, im Sommer auch noch WÄRMER ist als sonst), dann finden sie das plötzlich total doof.
Dabei ist das doch super, wenn man dieses runde Stoffklappding aufschnalzen lässt und dann ein Dach zum Rumtragen hat, auf das der Regen so herrlich plipp-ploppend tröpfelt, und man ist draußen im Nassen und trotzdem trocken.
Wobei: Was spricht gegen nass werden?
Ich würde nur zu gerne jeden Morgen mit Papa in die Regenkammer steigen. Vielleicht nimmt er mich ja mal mit?
Genau, das mache ich.
Ab jetzt gehe ich mit Henri bei Regen raus.
Aber jetzt erstmal mit ihm in die Dusche.
Ohne Schirm.
Jens Clasen - 13. Jul, 23:20
